Hundeschlittencamp Altevatn
(5+3 Tage)
Diese Tour ist als reine Anfängertour konzipiert. Passend für denjenigen, der über wenig oder keine "Outdoor-Erfahrung" verfügt und sich sportlich nicht viel zutraut. Dennoch geht es auch hier nicht ohne Kondition. Sie macht außerdem diese Tour genussreicher.
1. Tag:
Ankunft am Flughafen Bardufoss oder am Bahnhof Narvik. Hier werden sie von Ihrem Musher abgeholt und nach Innset – zum Ausgangspunkt der Tour – gebracht. (Ev. Bus von Narvik nach Setermoen). Auf der Huskyfarm von Björn Klauer empfangen Sie die vierbeinigen Teilnehmer der Tour und eine Hütte/Gästehaus mit allem Komfort wie Dusche, Küche etc. Beim Abendessen werden die ersten Details der Tour besprochen.
(Es kann natürlich auch gerne ein paar Tage früher angereist werden. Das gibt mehr Zeit für den Spaß im Schnee: Huskies kennen lernen, Schneeschuh- oder Skiausflüge auf eigene Faust, "Snørrekjøring" ausprobieren, Entspannen in der Sauna, Akklimatisieren. Kosten bei Selbstverpflegung: 23.- Euro p. Tag/Person)
2. Tag:
Dieser
Tag wird komplett für die Vorbereitungen der Expedition genutzt.
Zunächst bekommt jeder sein Gespann zugeteilt, damit sich Hund und
Mensch schon einmal beschnuppern können.
Danach kommt die Einweisung in die Kunst des Hundesschlittenfahrens an
die Reihe. Ziel hierbei ist es, jeden Teilnehmer in die Lage zu
versetzten möglichst selbstständig mit den Hunden und dem Schlitten
umgehen zu können. Alle Fragen werden behandelt: Welcher Hund kommt
wohin? Wozu dienen die vielen Leinen? Was mache ich, wenn ich umfalle
usw. Das Anschirren und Anleinen der Hunde wird praktisch geübt und
eine kleine Hofrunde mit einem kompletten Gespann gibt erste Eindrücke
über den zu erwartenden Spaß.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist
die Ausrüstung. Hier wird das Equipment der Teilnehmer gründlich auf
die Tauglichkeit untersucht und fehlende Gegenstände ergänzt. Die
Ausrüstung der Teilnehmer soll allen Gegebenheiten gewachsen sein. Um
das zu gewährleisten können wir auch auf unser umfangreiches
Ausrüstungslager zurückgreifen.
Ein Blick auf die Karte gibt einen ungefähren Einblick in den Ablauf der Tour.
3. Tag:
Dann werden die Schlitten gepackt, die Hunde eingespannt und die Startleinen gelöst.
Nun endlich beginnt das Abenteuer, dass zunächst nur aus weißer,
vorüberfliegender Landschaft und einer Meute äußerst arbeitswilliger
Hunde besteht. Doch rasch haben sich die Vierbeiner zu einem ruhigeren
Wolfstrab besonnen – der Urlaub kann beginnen.
Um den Anfang
nicht zu schwer beginnen zu lassen, verläuft die Etappe auf dem Eis des
Sees Altevatn. Hier sind noch keine großen Fahr- und Lenkkünste von
Nöten.
Je nach Schneeverhältnissen und Lust und Laune der Teilnehmer kann
entweder eine Hütte oder eine Lavvo angefahren werden. Das Lavvu ist
das traditionelle Zelt der Samen. Ein Ofen in der Mitte und
Rentierfelle am Boden sorgen für einen traditionellen und gemütlichen
Abschluss des Tages.
4. – 6. Tag:
An diesen Tagen können entweder neue Hütten in ca. 20 Kilometer Entfernung anvisiert oder Tagesausflüge unternommen werden. Die Landschaft bietet alle Möglichkeiten: Vom Hochgebirge über bewaldete Täler bis zum Eis der großen und kleinen Seen.
Im Gebirge ist das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund sehr intensiv. Den Hunden muss geholfen werden, denn sie wollen angefeuert und motiviert die Höhenzüge erklimmen. Als Höhepunkt gewähren die Höhen gute Ausblicke in die umliegende Landschaft. Im Westen, Süden und Norden ragen die Gebirgszüge der norwegischen Berge in den Himmel, während sich die flachere Tundra und Taiga gen Osten bereits auf schwedischem Gebiet befindet.
Die Täler sind mit Birken bewaldet. Hier muss man schon ein wenig lenken um die Bäume zu umfahren. Öfters sind die Spuren verschiedener Tiere zu beobachten. Der Fuchs und der Schneehase dominieren. Aber auch die Spuren vom Luchs und Vielfraß durchqueren die Täler. Sehr oft ist das Gegacker der Schneehühner zu hören. Sie leben in größeren Gruppen und ernähren sich von den Knospen der Birken und Weidensträucher im Schutz der Bergeinschnitte. Ab und zu fliegen sie vor den herannahenden Schlitten auf um sich unweit wieder niederzulassen.
Die Seen sind mit einer meterdicken Eisschicht bedeckt. Sie stellen fahrtechnisch keine hohen Anforderungen. Das ruhige Vorwärtskommen auf ihnen lässt die Landschaft und das Huskyteam in vollen Zügen genießen.
Herausforderungen gibt es genug und können den Bedürfnissen der Gruppe angepasst werden.
Auch Schneeschuhausflüge oder das Angelglück können ausprobiert werden.
Ab Mitte März werden die Saiblinge beißwillig. Sie warten hier im hohen
Norden zwar nicht gerade mit einer eindrucksvollen Größe auf, sind aber
oft in Mengen vertreten. Zuerst wird ein Loch mit einem Eisbohrer
gebohrt, durch das dann ein Blinker abgesenkt wird. Und nun heißt es:
Geduld!
7. Tag:
Die Schlitten sind nun vom Proviant befreit und laufen erheblich leichter. Die Hunde merken schnell, dass es nach Hause geht und legen sich noch einmal kräftig ins Geschirr. Nach einigen Stunden ist die kleine Siedlung Innset und die warme Dusche erreicht. Aber vorher müssen die Hunde noch ausgeschirrt und die Schlitten entladen werden.
Der Tag wird mit einem warmen Abendessen abgeschlossen. Hier wird die norwegische Küche beweisen, dass sie noch etwas anderes zu bieten hat als »Smørebrød«.
8. Tag:
Frühstück, Abschied von den Hunden und Transfer zu den Abreiseorten.
Aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen, erheblichen Schneefall
oder Lawinengefahr kann sich die Route ändern. Wir haben jedoch mehrere
Alternativrouten zur Auswahl.
Bitte unbedingt das »Hundeschlitten ABC« lesen!